Aktuelle Projekte

 

 

Ausschreibung Scherer-Preis 2018

Der Scherer-Preis wird seit 2010 alle zwei Jahre durch die Richard M. Meyer Stiftung in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin vergeben.  

Ausgezeichnet werden Dissertationen oder Habilitationen auf dem Gebiet der älteren und neueren deutschen Literatur, die an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Freien Universität Berlin entstanden sind. 

Ausgezeichnet werden Dissertationen oder Habilitationen auf dem Gebiet der älteren und neueren deutschen Literatur, die an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Freien Universität Berlin entstanden sind. Der Preis wird an Nachwuchswissenschaftler vergeben, die noch keine Dauerstelle haben.


Für den Scherer-Preis 2018 wurden insgesamt sieben Dissertationen eingereicht. 


Der Preisträger wird im Frühjahr 2018 bekannt gegeben. 


Förderung der Doppelbiographie "Anna und Rosa Schapire"  

Die beiden aus einer jüdischen Familie in Brody (Galizien) stammenden Schwestern Rosa (1874–1954) und Anna Schapire (1877–1911) sind heute nur wenigen bekannt.

Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire lebte bis zu ihrer Emigration nach Großbritannien in Hamburg. Sie war Förderin expressionistischer Kunst sowie passives Mitglied der Dresdner Künstlergruppe »Brücke« und unterstützte diese durch ihre rege publizistische Tätigkeit. Zusammen mit Ida Dehmel gründete sie 1916 den »Frauenbund zur Förderung deutscher bildender Kunst«.

Die enorm vielseitige Übersetzerin, Lyrikerin, Sozialwissenschaftlerin und politische Publizistin Anna Schapire verfasste neben Büchern über Tolstoi und Hebbel 1909 den zweibändigen »Abriß einer Geschichte der Frauenbewegung«. Bisher tauchte sie fast ausschließlich im Zusammenhang mit Otto Neurath auf, mit dem sie bis zu ihrem frühen Tod verheiratet war. Wiederzuentdecken sind die beiden Schwestern nicht zuletzt als politisch engagierte Feministinnen.

Die von Burcu Dogramaci und Günther Sandner herausgegebene Doppelbiografie beleuchtet erstmals die historischen Kontexte, wechselseitigen Einflüsse

und intellektuellen Profile der vielseitigen Schwestern.


Die Richard M. Meyer Stiftung hat in 2016 eine Tagung der Universität München über Anna und Rosa Schapire gefördert. 


Der Band ist im Aviva Verlag verschienen.