Rückblick 2013

 

Räuberhände

Der vielfach ausgezeichnete Hamburger Autor Finn-Ole Heinrich erzählt in seinem Debütroman Räuberhände kraftvoll und zugleich poetisch von den großen Themen wie Heimat, Sehnsucht, Identität und Freundschaft.

 

Auszug aus der Vorschau des Thalia Theaters: 

 

Wie weit verändert sich unsere Identität, wenn wir neue Erkenntnisse über unsere Abstammung gewinnen? Ist eine vorgestellte Identität weniger authentisch, als eine „echte“?

 

In ihrer Schrebergartenlaube „Stambul“ lernen Samuel und Janik fürs Abitur und träumen von der Zukunft. Während Janik versucht, sich von seinen wohlsituierten Lehrer-Eltern zu distanzieren, bemüht sich sein bester Freund Samuel, Sohn einer Alkoholikerin, um geordneten Alltag und Normalität. Als ihre Freundschaft durch einen einzigen Abend zu zerbrechen droht, reisen sie kurzerhand nach Istanbul, um ihre Beziehung zu retten und Samuels unbekannten Vater zu finden,der vielleicht Türke ist - ein hoffnungsloses Unterfangen. Für Samuel bekommt die Sehnsucht nach Identität und Zugehörigkeit mit Istanbul ein konkretes Gesicht, für Janik aber wird das „Halbtürkischsein“ seines Freundes zur Barriere und der Trip durch Istanbul nimmt für ihn mehr und mehr albtraumhafte Züge an.

 

Die Premiere der Inszenierung von Anne Lenk fand am 18. August 2013 im Thalia in der Gaußstraße statt. 

Kooperation mit der Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv 

Die Richard M. Meyer Stiftung übergab dasvon ihr rekonstruierte Firmenarchiv des ehemaligen Berliner Bankhauses E. J. Meyer, welches der Großvater von Richard M. Meyer 1816 gründete, zusammen mit ihrem eigenen Archiv der Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv in Hamburg als Dauerleihgabe, um damit langfristig die konservatorische Betreuung und den Erhalt zu sichern.

Schenkung an die Bibliothek der Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Zur Ergänzung der Bibliothek der Stiftung Jüdisches Museum Berlin, schenkte die Richard M. Meyer Stiftung im Frühjahr 2013 der Institution einen umfangreichen Bestand der Bücher und Veröffentlichungen von Richard M. Meyer.

Schenkung an das Institut für deutsche Literatur, 

Humboldt-Universität Berlin 

Die von Richard M. Meyer 1910 gegründete Wilhelm Scherer-Stiftung förderte bis 1923 mit Druckkostenzuschüssen und Reisestipendien verschiedene junge Wissenschaftler. Die Richard M. Meyer Stiftung hat eine Auswahl der geförderten Arbeiten, zusammen mit den bis 1923 für den Scherer-Preis nominierten Büchern, dem Institut für deutsche Literatur geschenkt.