In Nietzsches Bann

Nils Fiebig (Hrsg.) 
ISBN 978-3-8353-1045-2

Wallstein Verlag, Göttingen 2012

Ein persönliches Zeugnis der Nietzsche-Verehrung eines bedeutenden Germanisten. 

Einhundert Jahre nach Erscheinen der Nietzsche-Biographie des Berliner Germanisten Richard M. Meyer (1860–1914) - ein wichtiger Beitrag zur damaligen Nietzsche-Forschung und der Höhepunkt einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk des Philosophen. 
Um 1892 lernten Richard M. Meyer und seine Frau Estella (1870–1942) Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche (1846–1935) kennen. Wie schon ihren Bruder, unterstützte Meyer auch sie finanziell und wurde 1910 in den Vorstand der Stiftung Nietzsche-Archiv berufen. Die Freundschaft endete 1913 mit einem Beleidigungsprozess im Gerichtssaal. Die während dieser Zeit entstandene Korrespondenz zwischen dem Ehepaar Meyer und Elisabeth Förster-Nietzsche lässt hinter die Kulissen des 1894 gegründeten Nietzsche-Archivs blicken und offenbart eine Verehrung Nietzsches, die weit über das wissenschaftliche Interesse hinausgeht. 
Aus Anlass der Verleihung des von Richard M. Meyer gestifteten Scherer-Preises im Mai 2012 und 100 Jahre nach Erscheinen seiner Nietzsche-Biographie zeichnen ausgewählte Briefe und Texte das Interesse Meyers an Friedrich Nietzsche nach und geben Einblicke in die Persönlichkeiten der drei Protagonisten.