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Verleihung Scherer-Preis 2018

Die Literaturwissenschaftlerin Annika Hildebrandt wird für ihre an der Humboldt-Universität zu Berlin vorgelegte Dissertation zum Thema Kriegsgemeinschaften - Literatur und Politik um 1750 mit dem Scherer-Preis 2018 ausgezeichnet. 

Annika Hildebrandt untersucht mit ihrer Dissertation literarische und sozialtheoretische Kriegsdiskurse. Dabei gelingt es ihr, ein differenziertes Diskussionsfeld um 1750 neuerlich sichtbar zu machen und gegen die Deutungsmacht der Goethezeit zu rehabilitieren. Die Schlesischen Kriege (1740–1763) gelten als wichtiger Impuls für die kulturgeschichtliche Dynamisierung im 18. Jahrhundert. Ihre Relevanz für die Literaturgeschichte ist jedoch seit dem 20. Jahrhundert aus dem Blick geraten. Annika Hildebrandt profiliert die konfliktreichen Jahrzehnte um 1750 zum ersten Mal als einen Zeitraum, der literarische und politische Konkurrenzen forcierte und auf die Prägung eines modernen Literaturbegriffs um 1800 entscheidenden Einfluss nahm. Den Kristallisationspunkt der Untersuchung bildet die parallele Entwicklung von Lyrik und Patriotismus, die in innovativen Kriegslied-Poetiken zusammenlief. Die Preisträgerin ordnet dieses Phänomen in ein Spannungsfeld von Dichtungs- und Gesellschaftstheorien ein und geht damit der neuen, diskursübergreifenden Faszinationskraft des Krieges in der Jahrhundertmitte auf den Grund. Eine zentrale These lautet, dass der Krieg den Dichtern und Philosophen um 1750 als Zugang zu grundlegenden Affekten galt, die versprachen, die soziale Differenzierung traditioneller Ordnungen aufzubrechen. 

Der Scherer-Preis wird seit 2010 alle zwei Jahre durch die Richard M. Meyer Stiftung in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin vergeben. Ausgezeichnet werden Dissertationen oder Habilitationen auf dem Gebiet der älteren und neueren deutschen Literatur, die an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Freien Universität Berlin entstanden sind. Für den Scherer-Preis 2018 wurden insgesamt sieben Dissertationen eingereicht.  

Kulturelle Schulentwicklung 

Förderung einer Tagung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. 18. - 19. Dezember 2018

 

Durch kulturelle Schulentwicklung können Schulen zum Bildungserfolg und zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen beitragen. Ausgangspunkt der Tagung „Kulturelle Schulentwicklung im Querschnitt von Schule, Kultur und Jugend – Was können Verwaltung, Forschung und Praxis voneinander lernen?“ am 18. und 19. Dezember sind die vielfältige Praxis in der Zusammenarbeit von Schulen mit kulturellen Bildungspartnern und empirische Erkenntnisse der kulturellen Schulentwicklungs- und Bildungsforschung. 

Räuberhände 

Die von der Richard M. Meyer Stiftung 2013 unterstützte Inszenierung von Finn Ole Heinrichs Stück Räuberhände steht auch in der Saison 2017/2018 wieder auf dem Spielplan des Thalia Theaters. 

Scherer-Preis 2020

In Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin hat die Stiftung wieder den nächsten Scherer-Preis ausgeschrieben. Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2019.