Scherer-Preis

Das Gedenken an seinen Lehrer Wilhelm Scherer (1841-1886) begleitete Richard M. Meyer sein ganzes Leben. Er zeichnete 1888 als Herausgeber von Scherers Poetik verantwortlich und widmete ihm 1889 seine Altgermanische Poesie, finanzierte den Ankauf einer von Carl Seffner geschaffenen Marmorbüste für die Aula der Berliner Universität und gab bei Reinhold Lepsius ein posthumes Portrait in Auftrag. Scherers Witwe übernahm 1905 die Patenschaft für Meyers Sohn Konrad.  In Erinnerung an seinen Lehrer errichtete Meyer 1910 die Wilhelm Scherer-Stiftung. Neben Stipendien und Druckkostenzuschüssen vergab die Stiftung ab 1920 den mit 2.000 Mark dotierten Scherer-Preis. Nachdem die Stiftung durch die Inflation 1923 vermögenslos wurde, konnte sie in diesem Jahr den Preis zum letzten Mal vergeben. Seit 2010 vergibt die Richard M. Meyer Stiftung wieder alle zwei Jahre in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin den Scherer-Preis zur Förderung von jungen Wissenschaftlern. 

Höhe des Preisgeldes

Der Scherer-Preis ist mit bis zu 5.000 EUR dotiert. In der Regel wird nur ein Preisträger ausgezeichnet. 

Ein Rechtsanspruch auf den Preis besteht nicht. 

Bewerbungskriterien

Ausgezeichnet werden Dissertationen oder Habilitationen auf dem Gebiet der älteren und neueren deutschen Literatur, die an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Freien Universität Berlin entstanden sind. 

Qualifikationsschriften der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft können dann nominiert werden, wenn die betreffenden Dissertationen und Habilitationen einen germanistischen Schwerpunkt setzen. 

Die Arbeiten müssen zwischen dem 1.11.2017 und 31.10.2019 von der Fakultät angenommen worden sein. Der Preis wird an Nachwuchswissenschaftler vergeben, die noch keine Dauerstelle haben. 

Nominierung

Die Nominierung erfolgt durch die Hochschullehrer der Universitäten. 

Bewerbungen sind an die Richard M. Meyer Stiftung zu richten. 

Einzureichende Unterlagen

  • Gedrucktes Exemplar der nominierten Arbeit
  • Digitales Exemplar der nominierten Arbeit
  • Kopien der gutachterlichen Stellungnahmen der beiden Betreuer/Innen 

Bewerbungsfrist 

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2019.